PREVIEW: Hamacher & Reichert at SCHAUstudio

Die bunten & poppigen Farben des Sommers sind verblasst. Der Herbst ist da und mit ihm zieht abermals abstraktes, russiges und rostiges ins SCHAUstudio: Bettina Reichert & Andreas Hamacher are back in Gallery!

Mit der Kunstausstellung „Hamacher & Reichert at SCHAUstudio“ präsentieren wir ein Ausstellungskonzept welches bereits vergangenes Jahr die Kunst- und Kultur-Szene in Koblenz begeisterte.

Ob Spiegel unserer Wegwerfgesellschaft oder Darstellung des stetig werdenden Prozesses von Entstehen, Vergehen und Neuentstehen – die Bilder mit Ruß gemalt und die Skulpturen aus Metallen von Schrottplätzen der Region gefertigt, sorgten schon damals für Gesprächsstoff vom gesellschaftlichen bis hin zum ethischen Kontext. Und wer in den Werkstücken die Konstante erkennt, welche vermag die zeitlichen Ebenen miteinander zu verbinden, erkennt gleichwohl das diese Kunstwerke weitaus mehr können als gefallen:

Ein Haptikon von Andreas Hamacher und ein Gemälde der Künstlerin Bettina Reichert fügen sich stets auf scheinbar zwingende Weise zu einer harmonischen, überaus kraftvollen Komposition, denn die Kunstwerke haben vor allem eines gemeinsam: Sie verdeutlichen die Urkraft, die in Allem wohnt und in diesen Werken so gebündelt und konzentriert existent zu sein scheint, dass sie ganz automatisch unsere tiefe, unsere instinktive Verbundenheit mit allem Natürlichen & Ursprünglichen anspricht.

Die Kraft welche aufgewendet werden muss um Eisenerz zu fördern , die Energie die nötig ist um Reduktions- und Schmelzprozesse zu erreichen, die unglaublich große, physische Kraft die Andreas Hamacher aufwenden muss um dem Stahl eine neue, ästhetische Form zu verleihen, die Hitze & Energie des Feuers welches Holz zu Ruß werden lässt – all diese Kräfte & Energien sind es, die sich in den Skulpturen und Bildern der Ausstellung manifestieren.

Beschäftigen sich empathiefähige Künstlercharaktäre lange genug mit diesen Werken, mit diesen energetisch aufgeladenen Materialien – die mal mehr, mal weniger von ihrer Geschichte, von ihrer ehemaligen Funktion, vom Gebrauch geprägt sind – so erahnen diese Menschen nicht nur die monströsen Energien die den Kunstwerken immer noch inne wohnen, sondern können diese förmlich spühren.

So können wir abermals, jedoch aus gänzlich neuer Perspektive, feststellen: Kunst kann eine enorme Kraftquelle sein, sie inspiriert und regt Kreativität an.

Erlebt dieses Phänomen selbst – am Samstag-Abend, den 08.10.2016, ab 19.00 Uhr in der Galerie SCHAUstudio.

Erlebt wie Ursprüngliches & Natürliches zum Selbstverständnis – auch und vor allem in einem hoch modernem Interieur – werden kann.

Nehmt teil an einem TalkAbout mit den anwesenden Künstlern und geht euren ganz persönlichen Fragen nach, die diese Kunstwerke aufwerfen werden: Wie viel Kraft ist nötig um starren, scheinbar unbeweglichen Stahl in eine Form zu bringen, die eine schwere Metall-Skulptur mit Leichtigkeit auf einer Spitze balancieren lässt? Wie viel Konzept und welches Maß an Zufall steckt in den Gemälden, die unmittelbar der klassischen Moderne verpflichtet sind? Und warum findet der kreative Perfektionist aus der Beauty & Hairdresser-Szene Ullrich Remus, dass all diese Werke an Obszönität nicht zu überbieten sind?

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